Ruprecht-Karls-Universitt Heidelberg
Schreibender Moench

© Stiftsbibliothek St. Gallen, Codex 390 von ca. 990–1000, p. 13
Mit freundlicher Genehmigung der Stiftsbibliothek St. Gallen.

Scriptorium

Scriptorium — vom lateinischen scribo, scripsi, scriptus = «ich schreibe».
Im mittelalterlichen Kloster war das Scriptorium die Werkstatt, in der alle Bücher für die Bibliothek von Hand geschrieben wurden, üblicherweise sehr sorgfältig und mit Ornamenten sowie Miniaturen verziert. Diese Bücher enthielten das vollständige Wissen der Zeit, nicht allein liturgische Texte, sondern ebenso die künstlerische und wissenschaftliche Tradition, denn die Klöster waren Vorfahren der modernen Universitäten.

Klöster waren ebenso Vorfahren der Botanischen Gärten, denn die Mönche sammelten eine grosse Vielfalt von Planzen in der Natur und kultivierten diese in ihren Gärten, nicht nur als Nahrungspflanzen, sondern auch für medizinische Anwendungen und wissenschaftliche Forschung.

Es gab kein Kloster ohne Bibliothek — und kein Kloster ohne Garten!

In seinen Feldbüchern notierte Werner Rauh nicht nur Informationen über die von ihm gesammelten Pflanzen, die er in den Botanischen Garten Heidelberg und das Herbarium HEID brachte, sondern auch Beobachtungen des täglichen Lebens, wie auch Überlegungen zu Ruinen und historischen Stätten. Er schrieb über eine weitgespannte Fülle von Themen und Interessen. All dies hat er mit der Hand geschrieben, wie es in den historischen Handschriften der Klöster geschah. Deshalb beginnt die URL unseres Projektes mit «Scriptorium».

 

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